Unsere Geschichte - Selbsthilfegruppe Niere im Vorharz e. V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Der Verein

Allerlei Geschichten über die Selbsthilfegruppe

Start in ein neues Jahr - Neujahrstreffen im Januar 2013

Es war der 8. Januar, als ich nach einem Besuch im Magdeburger Klinikum,
mit meinem Vater und seinem blauen Wägelchen, in die Strasse zu der Begegnungsstätte, in der sich jährlich unsere Truppe trifft, einbog. Das Wetter war wolkig, aber es lag kein Schnee. Der Swimmingpool... sorry, ich meinte, der Ententeich, war ruhig wie eh und jeh. Kein Gequake, kein Geschnatter, nichts. Stille lag über dem Gewässer. Ich stieg also aus, verabschiedete meinen Vater, holte schnell noch mein ganzes Gepäck aus dem Kofferraum und schritt dann winkend die paar Stufen der schmalen Treppe hoch. Gedankenversunken, wie ich war und meine Erlebnisse von Magdeburg verarbeitend, lief ich bzw. schlich ich mich zur Tür. Was würde mich drin erwarten? Hält unser Chef gerade unsere Neujahrsansprache oder stehen alle am Büfett an und kämpfen um jede Wurst oder Gurke?

Oder platze ich mitten in die Runde, wenn gerade jeder Vorschläge für unsere
Ausflugsziele in den Raum wirft? Manchmal brüllt man sich da schonmal an, weil keiner was versteht. Zum Ende hin haben sich alle aber trotzdem wieder lieb. Ich war nun gespannt, was mich erwartete. Ich öffnete nun die erste Tür. Stille herrschte auch hier. Erinnerte mich irgendwie, was ich schon draussen vor der Tür erleben durfte. Kein Trubel. Nix von Alledem. Naja, dachte ich, ich hab ja noch ne Tür. Also ächzte ich schwer bepackt auch da hin. Und siehe da, es wurde schon etwas lauter. Sollte es doch Leben hinter diesen beiden Türen geben?  Und wie es das gab. Beinah wurde ich von einer kleinen wildgewordenen  Truppe von Mitgliedskollegen über den Haufen gerannt.

Nanu, wo wolln die denn alle hin, dachte ich.
Gibst was bei Aldi umsonst? Nein, unsere Truppe war schon fertig und bereitete sich auf die Heimreise vor. Zum Glück waren nicht alle so in Aufbruchsstimmung.

Schliesslich musste das Geschirr noch abgewaschen und die besprochenen Fahrten hinterher beredet werden. Das dauert ja auch seine Zeit. Ich merkte, wie ich langsam Hunger bekam und schielte mit lächzendem Blick Richtung Büfett. Viel war leider nicht mehr übrig. Aber ich hatte Glück. Nach einer Hände-Schüttel-Begrüßungs-Orgie baten mich einige Leute, Platz zu nehmen und brachten mir noch schönen leckeren Obstkuchen und ne heisse frisch gebrühte Tasse Kaffee. Ja, jetzt gings mir wieder gut. Ich blieb noch ein bissel, bis unsere liebe Ursel zum Aufbruch aufforderte. Ich musste ja mit, konnt ja nicht zu Fuss nach Hause laufen, also nahm ich das Angebot zum Mitfahren an. Ich fragte Ursel, warum alle schon so schnell nach Hause wollten? Es sei doch noch früh am Tage. Sie antwortete, weil wir schon früh angefangen hätten. Es war alles beredet, das Büfett war fast leer gegessen und da hielt es keinen mehr. Alle wollten nach Hause zu ihren Liebsten. Naja, ich schloss mich an, packte meine sieben Sachen in Ursels Auto und wir rauschten wie der Wind in Richtung Heimat.

Was zurück blieb, war nur die Stille des Teiches an einem bewölktem Januar-Tag.

Andy Pohl, 6.2.2013

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü